Transfer

 

Die Erkenntnisse aus den Forschungsarbeiten und den Entwicklungsmaßnahmen, die im Rahmen des Projekts durchgeführt werden, werden einem größeren Kreis von Interessenten zugänglich gemacht, um eine möglichst große Breitenwirkung bei den unterschiedlichen Akteursgruppen im Bereich interaktiver Arbeit zu erzielen.

Solche Transferleistungen erfolgen

… über die Entwicklung von Produkten

Es wird ein arbeitspsychologisch fundierter Leitfaden entwickelt, welcher die Erfahrungen zur Professionalisierung interaktiver Arbeit aus den verschiedenen Unternehmen zusammenfasst und den Transfer insbesondere in KMU aus verschiedenen Dienstleistungsbranchen ermöglicht.
Neben dem Leitfaden wird in PiA ein Planspiel entwickelt, das die Unternehmen mit dem Ziel, Innovationsprozesse bottom-up zu ermöglichen, darin unterstützen soll, die internen Kommunikationswege erkennbar zu machen und hierarchieübergreifend zu verbessern. Das Konzept zu diesem Planspiel wird ebenso auf der Website des Projektes zugänglich gemacht.
Schließlich werden die verschiedenen Gestaltungsansätze sowie die Erfahrungen mit der Erprobung und Umsetzung von Gestaltungsansätzen zur Professionalisierung interaktiver Arbeit zu einem Umsetzungskonzept verdichtet, das anderen Unternehmen als Leitlinie für betriebliche Gestaltungsmaßnahmen im Bereich interaktiver Dienstleistungsarbeit dienen kann. Dabei wird ein besonderes Augenmerk darauf gerichtet, dieses Umsetzungskonzept gerade auch für KMU nutzbar zu machen.

… in die untersuchten Dienstleistungsbranchen

Hierzu stehen Transferpartner zur Verfügung, mit denen die beteiligten Unternehmen bereits langjährige und intensive Kooperationen pflegen und die den Transfer gerade für KMU gewährleisten können.

… in die gewerkschaftliche Interessenvertretung

In Kooperation mit Vertretern aus Gewerkschaften werden die Projektergebnisse für die Aufwertung von Dienstleistungsfacharbeit auf breiterer Basis nutzbar gemacht werden.

… in die berufliche Bildung

Die Ergebnisse des Projektes werden so aufbereitet, dass daraus Anregungen für die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung gewonnen werden können. Dazu können im Bereich der Altenhilfe die bestehende Kooperation mit der Hans-Weinberger-Akademie, im Bereich der Hotellerie die Kontakte zu ausbildenden Institutionen (IHK Gera und IHK München) genutzt werden. Die Deutsche Bahn AG bildet selbst in großem Maßstab aus.

Die politische Zielsetzung des Projektes besteht darin, obsolete Leitlinien („Der Kunde ist König“) sowie genderspezifische Abwertungen von Dienstleistungsarbeit zu überwinden und ein modernes Leitbild für Dienstleistungsbeziehungen zu entwickeln, in dem Fachkräfte und Kunden auf gleicher Augenhöhe komplementäre Kompetenzen in den Dienstleistungsprozess einbringen und das die gegenseitige Wertschätzung aller Beteiligten ins Zentrum rückt. Eine vielfältige aktive Teilnahme des Projektes PiA an einschlägigen öffentlichen Debatten soll zur Veränderung des Leitbildes professioneller interaktiver Dienstleistungsarbeit beitragen.